Umfassende Axpo Untersuchung zu Majak 2011
10. Februar 2012 – Axpo hat 2010 und 2011 eine umfassende Untersuchung über die Produktionsprozesse von Majak durchgeführt und die Medien im November 2011 darüber orientiert. Zusammenfassend ergaben sich folgende hauptsächliche Erkenntnisse:
- Das Gebiet rund um die Anlage Majak (eine ehemalige sowjetische Atomwaffen-Fabrik) ist durch verschiedene Vorfälle seit den 50er-Jahren radiologisch belastet. Dabei sind heutige Richtwerte deutlich und wiederholt überschritten worden, so dass grosse Gebiete langanhaltend kontaminiert sind und es zu Beeinträchtigung und Schädigung von Mensch und Umwelt gekommen ist.
- In der Umgebung der Produktionsstätten von Majak sind weite Teile der Umgebung gesperrtes Gebiet und nicht zugänglich.
- Die Behörden und die Betreiber haben Sanierungsmassnahmen zur Beseitigung der Umweltschäden und zur Verbesserung der Lebensumstände der Bevölkerung getroffen.
- Die russischen Behörden und Betreiber zeigten sich insgesamt offen und kooperierten mit den Axpo Vertretern. Allerdings war es bisher nicht möglich, die teilweise immer noch militärisch genutzte Anlage Majak zu besuchen.
- Es wurde in Majak ein Lagerprozess festgestellt, wie er in europäischen Betrieben nicht vorkommt. In Majak werden schwach- und mittelaktive flüssige Abfälle in einem offenen, jedoch von den öffentlichen Gewässern strikt getrennten “Industriebecken-System” gelagert. Dieser Prozess entspricht den russischen Vorschriften.
- In der Umgebung von Majak konnte nicht festgestellt werden, dass die heutigen Produktionsprozesse zu Grenzwertverletzungen und damit zu unzulässigen Belastungen für Mensch und Umwelt führen.
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